Historie
Sehen Sie sich unsere alten Feuerwehrfahrzeuge in unserer Bildergallerie an.
Am 21. Juli 1972 trafen sich 41 Kameraden der 61. Bergungsbereitschaft im Gasthof Witte und beschlossen unter Leitung des damaligen Bereichsführers Hermann Stahlbuhk die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Warwisch. Am 23. Oktober 1972 wurde die Gründungsurkunde vom Innensenator Heinz Ruhnau im Katastrophenschutz-Zentrum Rissen an den Wehrführer Siegfried Stadie und seine Kameraden übergeben.
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Hier: 61. Bergungsbereitschaft beim Fällen einer 101 Jahre alten Rotbuche im Hof des Rathauses Bergedorf am 14.11.1970 & Gruppenbild der 61. Bergungsbereitschaft von 1972.
Zum ersten Großeinsatz rückten die Kameraden am 26. Oktober 1972 zu einem Großfeuer in Altengamme aus. Dort brannte der Dachstuhl eines Bauernhauses in ganzer Ausdehnung.
Die Aufgaben an der Einsatzstelle waren recht vielfältig. So wurde die Einsatzstelle von außen und innen mit Halogenscheinwerfern ausgeleuchtet. Der Einsturzgefährdete Dachstuhl musste mit der Seilwinde des GKW´s eingerissen, die Dachbalken mit Motorsägen zersägt und eine Decke mit Stahlrohrstützen ausgesteift werden, um ein durchbrechen der auf dem Dachboden arbeitenden Feuerwehrkameraden zu verhindern. Im Erfahrungsbericht des ersten Einsatzes wurden vom Feuerwehramt, Abteilung F 02, arbeitsgerechte Helme und Hakengurte abgefordert, da die Kameraden zu ihren Einsätzen noch mit der Schutzausrüstung der Bergungsbereitschaft ausrückten. Bis zum Ende des Jahres waren dann alle Kameraden mit Feuerwehrhelmen ausgerüstet.
Es zeigte sich bei diesem Großfeuer, dass die Kameraden sich nicht auf den Kenntnissen, die sie in der 61. Bergungsbereitschaft erlernt hatten, ausruhen wollten. Zwar lag der Schwerpunkt der aufgaben für die Freiwillige Feuerwehr Warwisch ganz klar im Bereich der Bergung und Technischen Hilfeleistung, doch war man damals auch schon in der Lage, viele Bereiche der Feuerwehrarbeit ausführen zu können. Der gute Ausbildungsstand wurde durch die Abendausbildungen im 14tägigen Abstand und den zusätzlichen Ganztagsausbildungen vertieft und ergänzt. Die Abendausbildungen im 14tägigen Rhythmus wurden bis heute beibehalten.
Am 5. Dezember 1973 rückte man erstmals zu einem Alleineinsatz mit dem TLF 8 zur Brandbekämpfung am Durchdeich aus. Den ersten Einsatz über zwei Tage erhielten wir am 22. und 23 Juli 1974. Es brannte eine Baumwollladung in Schuten am Hafen Ortkaten. Die Einsatzstelle wurde nachts ausgeleuchtet. Bei den großen Waldbränden 1975 lösten sich die Kameraden vom 11. bis zum 17. August im 24-Stunden-Rhythmus in der Heide ab. Unsere Aufgabe bestand darin, die Einsatzkräfte mit Kraftstoff und Lebensmitteln zu versorgen und die Wassersäcke der Hubschrauber zur Brandbekämpfung mit Wasser zu füllen.
Am 14. Februar 1975 verstarb unser Kamerad, Hauptfeuerwehrmann und Kraftfahrer, Klaus Staube durch einen tragischen Unglücksfall.
1976 begann für uns mit mehreren Sturm- sowie einem sog. PKL-Einsatz (Person eingeklemmt). Beim Einsatz am 23. September 1976 – die Kameraden wurden letztmalig mit der sog. Telefonkette alarmiert – unterstützten wir die Freiwilligen Feuerwehren aus den Bereich Vierlanden beim Großfeuer im Männergefängnis am Neuengammer Heerweg. Hier brannten die Fabrikations- und Werkstatthallen der Firma Kerzen-Gies.
Am 16 Oktober 1976 wurde die Freiwillige Feuerwehr Warwisch als eine der ersten Wehren in Hamburg mit Funkmeldeempfängern ausgerüstet. Diese Geräte arbeiteten im 4-m-Band und alarmierten mit einem Piepton die Wehrangehörigen.
Die Meldeempfänger erhielten wegen ihrer großen rechteckigen Form und dem orangenem Farbton den Spitznamen „Backstein“.
Das wichtigste Ereignis 1977 war der 22. Hamburger Feuerwehrtag in Zollenspieker. Bei der Organisation und Durchführung waren die Kameraden Siegfried Stadie und Wolfgang Bierkarre von Anfang an eingebunden. Die FF Warwisch erhielt die Aufgabe, im Rahmen der Technischen Hilfeleistung eine Vorführung auszuarbeiten. Es wurde eine LKW-Bergung vor dem zahlreich erschienenem Publikum auf dem Sportplatz Zollenspieker demonstriert. Den umgestürzten LKW richteten die Kameraden mittels Seilwinde des Gerätekraftwagens auf. Der verletzte LKW-Fahrer wurde erstversorgt und an eine Rettungswagenbesatzung übergeben.
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Dass die Kameraden der FF Warwisch auch als Ersthelfer gut ausgebildet waren, zeigte sich am 19. August 1978, als unser heutiger Wehrführer einem Taxifahrer nach erlittenem Herzinfarkt mit seinen Widerbelebungsmaßnahmen das Leben rettete.
Sehr viel tragischer verlief der Verkehrsunfall am 7. Oktober 1978 auf dem Overwerder Hauptdeich, zu dem die Kameraden ausrücken mussten. Hier konnte das Leben des verunglückten Radfahrers nicht mehr gerettet werden. Die Verletzungen waren zu schwer. Für die Polizei wurde die Einsatzstelle zur Spurensuche großflächig ausgeleuchtet. Einen schweren Verlust erlitten wir am 30. Oktober 1978. Durch einen tragischen Verkehrsunfall verloren wir unseren Kameraden Andreas Hausschild.
Zu einem typischen Technische-Hilfe-Einsatz wurde die FF Warwisch am 29. September 1979 zum Fähranleger Zollenspieker gerufen. Ein LKW mit Tieflade-Anhänger, auf dem ein Schaufelbagger stand, war beim Verladen auf den Fährprahm in die Elbe gedrückt worden. LKW und Anhänger wurden mittels Seilwinde geborgen und auf dem Vorland abgestellt.
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Bilderquelle: Peter von Essen
Die gute Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr wird ab und zu auch lobend in den Einsatzberichten der Kollegen der Berufsfeuerwehr hervorgehoben. Nach dem Einsatz am 10. März 1981 stand z.B. der Zusatz: „Erwähnenswert war der Einsatz des Bergungszuges der Freiwilligen Feuerwehr Warwisch. Die Zusammenarbeit erfolgte mit Sachlichkeit und guter gegenseitiger Abstimmung“, im Hilfeleistungsbericht.
Bei Einsätzen erfolgt in der Regel die Ablösung nach 4 Stunden Tätigkeit an der Einsatzstelle durch eine andere FF bzw. eines Zuges der BF. Bei der Ablösung der FF Warwisch gilt diese Regel nicht. Aufgrund der besonderen Ausrüstung und Ausstattung der wehr ist ein Einsatz durch andere Kräfte nicht ohne weiteres möglich. Daher müssen bei uns Ablösungen wehrintern geregelt werden.
Für die Kameraden, die bei länger dauernden Einsätzen vor Ort bleiben, beginnt in der Regel eine lange arbeitsintensive Nacht. Ab und zu haben diese Kameraden aber auch Glück und erleben ungewöhnliches. So z.B. an einer Einsatzstelle in Wilhelmsburg, wo drei Kollegen der Berufsfeuerwehr auf den Knien durch das gut 30 cm hoch stehende, mit schwimmenden, angekokelten Holzresten versehene Löschwasser rutschten und mit den Händen nach einem Gegenstand „fischten“. Wir wollten gerne suchen helfen und fragten die Kollegen, worauf wir den zu achten hätten. Die wollten aber damit nicht recht ´rausrücken. Auf einmal stand einer der drei jedoch auf und sagte: „Hier ist mein Gebiss ja wieder“, ging zum Strahlrohr und spülte sein verlorenes und wieder gefundenes Gebiss mit Löschwasser, dass von einem Löschboot aus der Elbe in die Schläuche gepumpt wurde ab und steckte es wieder in den Mund.
Das nicht nur persönliche Gegenstände der Feuerwehrleute einmal ins Wasser fallen können mussten die Kameraden am 06. Juli 1982 erfahren, als sie zum Einsatz „PKW im Wasser“, an den Eichholzfelder See gerufen wurden. In ca. 4 m Tiefe wurde von Badegästen ein PKW entdeckt. Nachdem man sich mit dem GKW einen Weg an den Badelaken vorbei zum strand gesucht hatte, stellte sich die Frage, wie man denn das Zugseil an dem Fahrzeug befestigen sollte? Die Dienstanweisung für Einsatzbekleidung wurde etwas abgewandelt und so stiegen einige Kameraden – nur mit Unterhose bekleidet – in den Badesee und befestigten das Seil am Fahrzeug.
Dieser Einsatz gehörte zu einer Serie von Einsätzen mit Autos und Personen im Wasser in den folgenden Jahren. So rückte man 1982 bei jedem 6ten Einsatz zu einer Person oder einem PKW im Wasser aus. Hierbei war der Einsatz „Wasserleiche an einer Elbböschung“ wohl der Schlimmste. Tragisch verlief auch der Einsatz am 28. August 1982. die Kameraden wurden zu einet Erstversorgung am Warwischer Hinterdeich gerufen.
An der Einsatzstelle fanden sie einen leblosen Säugling vor. Die Eltern sowie die Großmutter standen unter einem schweren Schock und mussten betreut werden. Trotz aller Bemühungen der Kameraden sowie des später eingetroffenen Notarztes, blieben die Wiederbelebungsversuche erfolglos. Da viele der eingesetzten Kameraden selber kleine Kinder hatten, ging ihnen dieser Einsatz natürlich besonders unter die Haut. Sie hatten lange damit zu tun, dass Erlebte zu verarbeiten.
Am 9. Juli 1983 wurde die FF Warwisch zum Ausleuchten einer Einsatzstelle an der Köhlbrandstraße, Ölmühle AG alarmiert. Um 23.00 Uhr rückten 16 Kameraden aus. Sie ahnten nicht, dass Sie zu den anstrengendsten 4 Tagen in der Einsatzgeschichte der Freiwilligen Feuerwehr Warwisch ausrückten. Bei der Ölmühle handelte es sich um ein ca. 92.400 m2 großes Betriebsgelände, nur wenige Meter von der Köhlbrandbrücke entfernt. Auf dem Gelände befanden sich in einem Abstand von ca. 6 bis 8 Metern, zahlreiche Tanks, Lagerhallen und Fabrikationsgebäude, die mir Rohr- und Förderanlagen sowie teilweise mit geschlossenen und offenen Brückenkonstruktionen verbunden waren.
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Bilderquelle: Bild-Zeitung 10.-14.07.1983
An diesem Sonnabend kam es um 18.34 Uhr im Extraktionsgebäude zu einer Explosion, in deren Verlauf die gesamten im Gebäude befindlichen Anlagen und das Gebäude selbst weitgehend zerstört wurden.
Sechs der sieben Arbeiter, die sich zu diesem Zeitpunkt in dem Gebäude aufhielten, konnten mehr oder weniger schwer verletzt von den Einsatzkräften versorgt werden. Der siebte Arbeiter konnte erst am 12 Juli aus dem zerstörten Gebäude geborgen werden. Weitere fünf Verletzte wurden durch die eigens dafür gesperrte Oströhre des neuen Elbtunnels, ins Hafenkrankenhaus und ins AK St. Georg gefahren.
Ein weitaus größeres Problem für die Feuerwehr waren bei Einsatzbeginn allerdings nicht die Verletzten, die durch die Ablösung des „Großeinsatzes-SAN-Dienst“ und dem anrückenden leitenden Notarzt gut versorgt waren, sondern die bis zum letzten Augenblick vorherrschende Explosionsgefahr auf dem gesamten Betriebsgelände durch etwa 130.000 Liter Hexan und 70.000 Liter Aceton.
Nicht nur auf Grund dieser extrem großen Gefahrensituation, sondern auch wegen dem ohrenbetäubenden Knall bei der Explosion und einem mehrere hundert Meter hohen Rauchpilz über der Einsatzstelle, wurde sofort die 8. Alarmstufe ausgerufen.
Die 8 eingesetzten Züge der Berufsfeuerwehr wurden durch 3 Löschboote und drei freiwillige Feuerwehren, unter anderem der FF Warwisch, unterstützt. Um in den folgenden Tagen eine Explosionsgefahr zu vermeiden, wurden die Untergeschosse der betroffenen Gebäude mit Wasser geflutet. Während der vier Tage, beleuchtete die FF Warwisch umfassend die Einsatzstelle und unterstützte die Einsatzkräfte beim Abpumpen des Löschwassers sowie beim Räumen der Einsatzstelle.
Dieser Einsatz ging bis an die Leistungsgrenze der Kameraden.
Schon knapp einen Monat später mussten wir zu einem weiteren Großeinsatz über zwei Tage bzw. Nächte ausrücken. Am 3. August 1983 wurde das Kühlhaus an der Trettaustraße von einem Brandstifter angezündet und entwickelte sich schnell zum zweiten Großbrand in diesem Jahr. Wir hatten hier zunächst die Aufgabe, die Schläuche für die Wasserversorgung vom Löschboot zur Einsatzstelle unter den Bahngleisen hindurch in einem Kanal zu verlegen sowie die eingesetzten Kräfte bei den Löscharbeiten zu unterstützen. Am zweiten Tag wurden wir um 11.44 Uhr erneut alarmiert, um eine Holz-Schlauchbrücke zu konstruieren und aufzubauen.
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Bilderquelle: Bild Zeitung (04.08.1983)
Am 30. August 1983 wurden wir zur Beleuchtung der Einsatzstelle am Billwerder Billdeich alarmiert. Es brannte eine Scheune. Stroh und verschiedene landwirtschaftliche Geräte wurden vernichtet.
Auch am 18. September 1983 rückte die FF Warwisch zur Beleuchtung einer Einsatzstelle aus. Hier unterstützten wir die Polizei nach einem schweren Verkehrsunfall am Kirchenheerweg bei der Spurensuche.
Am 01. Januar 1984, 01.35 Uhr begann für die FF Warwisch das Einsatzjahr 1984 mit einem Feuer am Warwischer Hinterdeich. Es brannte ein reetgedecktes Bauernhaus bis auf die Grundmauern nieder. Die Einsatzstelle wurde umfassend ausgeleuchtet. Bis ende März folgt eine Serie con Einsätzen mit verunglückten PKW bzw. eingeklemmten Personen.
Der schwerste Unfall, zu dem die FF Warwisch in diesem Jahr ausrückte, ereignete sich am 23. März 1984 auf der Kreuzung Heidenkampsweg/Amsinckstraße. Hier wurde die ganze Kreuzung in ein Flammenmeer verwandelt, nachdem ein Tanklastzug mit 31.000 Litern Kraftstoff umgestürzt und in Brand geraten war.
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Bilderquelle: Bild-Zeitung 24.03.1984
Die Einsatzstelle wurde von den Kameraden ausgeleuchtet, der Lichtmast-Anhänger wurde bedient, die Straße geräumt und gereinigt sowie die Schachtdeckel der Siele zum Ent- und Belüften geöffnet. Zum Ausleuchten der Einsatzstelle am Horster Damm, rückten die Kameraden am 31. Juli 1984 aus. Hier brannte ein Bauernhaus in voller Ausdehnung.
Beim Einsatz am 23. September 1984 mussten die Kameraden wieder einmal ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Die Einsatzmeldung lautete: „ Eilbekkanal in Höhe von-Essen-Straße, Schwäne in Gefahr“. Schon die Einsatzadresse war ungewöhnlich. Die Kameraden sollten mit dem Kleinboot (auf Trailer) mitten in die Innenstadt fahren, um dort das Boot durch den park zu tragen und in einem Kanal zu Wasser zu lassen. Hier wurde mit Hilfe von „Schwanenvater“ Nieß ein Schwan eingefangen, der einen Angelhaken verschluckt hatte.
Bei dem tragischen Barkassenunglück am 02. Oktober 1984 stellte die FF Warwisch auf dem Werksgelände der Firma Blohm & Voss ihre gesamte Beleuchtung auf, um Personen zu finden, die nach dem Untergang der Barkasse einer Geburtstagsgesellschaft, im Elbwasser zu suchen waren.
Am 04. April 1985 entzündeten dich im Schuppen 74, am Kronprinzenkai, große Mengen Kautschuk, Kaliumchlorat und verschiedene andere Chemikalien. Die Flammen breiteten sich schnell im ganzen Schuppen aus und eine 60 Meter hohe Feuersäule zeichnete sich am nächtlichen Himmel ab.
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Bilderquelle: Bild-Zeitung & Hamburger Abendblatt 06.04.85
Die Rauchwolke zog bis nach Flensburg und hinterließ an vielen Stellen eine gelbweiße Staubschicht. Die FF Warwisch wurde um 02.03 Uhr alarmiert und rückte mit 20 Kameraden aus, um an der Einsatzstelle, die nach dem 10. Alarm aus dem gesamten Hamburger Stadtgebiet angerückten Kräfte der Feuerwehr zu unterstützen.
Die nächste Einsatzmeldung für die FF Warwisch lautete: „Hauseinsturz nach Gasexplosion, Person vermisst“. An der Einsatzstelle Berentalweg in Harburg wurden Mauerbrocken von Hand beiseite geräumt bis feststand, dass sich keine Person mehr unter den Trümmern befand. An diesen Einsatz denkt der ehemalige Wehrführervertreter noch schmerzhaft zurück. Er hatte in der Eile die falschen Feuerwehrstiefel erwischt, die ihm viel zu klein waren.
Ganz anders zupacken mussten die Kameraden, am 12. April 1985 um 10.34 Uhr, als sie zu einem umgestürzten LKW an der damaligen Ausfahrt der Bundesautobahn A 25 am Speckenweg gerufen wurden. Hier mussten 55 Dralonballen mit einem Gewicht von je 0,5 t aus dem Sattelauflieger gerollt werden. Außerdem wurden 30 m Leitplanke mit dem Brennschneidgerät abgetrennt, um die Bergung des Fahrzeugs zu ermöglichen.
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Sehr große Zustimmung und eine bis heute anhaltende Freundschaft mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Verden gründete sich auf den Besuch der FF Warwisch zum 2. Bezirksentscheid der Freiwilligen Feuerwehren des Regierungsbezirks Lüneburg, in Verden an der Aller. Bei zwei Vorführungen am 04. und 05. Oktober 1985 zeigten wir nicht nur unsere Ausrüstung, sondern auch den guten Ausbildungstand bei der Technischen Hilfeleistung.
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Im Jahr 1986 wurde die FF Warwisch zu den verschiedensten Einsätzen alarmiert. Die Aufgaben reichten vom umgestürzten Kran auf der Schiffswerft Grube am Ortkatener Hafen über das Bergen eines Löschfahrzeuges von einer schlecht zu befahrenen Straße bis zum Abpumpen und Beleuchten einer U-Bahnbaustelle an der Steinfurter Allee.
In der Einsatzstatistik von 1987 ragten die Einsätze nach einem schweren Gewitterregen am 20. Juli heraus. An diesem Tag musste die FF Warwisch u. a. 9 Keller leer pumpen. Am Abend musste der Versuch aufgegeben werden, ein unterspültes Haus in Bergedorf zu sichern, da die Ableitung des Flussbettes nur mit Großgerät und unter einer starken Gefährdung der Kameraden möglich gewesen wäre.
Am 6. September 1987 wurde auf dem Hof am Durchdeich 62 das erste Mal der Tauziehwettbewerb der FF Warwisch ausgetragen. Diese Veranstaltung entwickelte sich zu einem gut besuchten Event und erwarb bei der Bevölkerung eine große Beleibtheit.
Sozusagen mit einem lauten Knall begann das Jahr 1988. Am Horner Moor war ein dreigeschossiges Wohngebäude nach einer schweren Gasexplosion zum Teil eingestürzt. Die Kameraden der FF Warwisch mussten Gebäudeteile abstützen und eine vermisste Person aus den Trümmern bergen.
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Bilderquelle: Feuerwehr-Kurier 1988, Foto Frommer & Bild-Zeitung 18.01.1988
Knapp einen Monat später rückten die Kameraden wieder zu einem eingestürzten Haus aus, diesmal in der Virchowstraße. Hier gab es zum Glück keine verletzten Personen, da das Haus einige Wochen zuvor schon ausgebrannt und zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht mehr bewohnt war. Am 17. September 1988 um 09.44 Uhr wurde die FF Warwisch zu einem ganz besonderen Einsatz alarmiert. Obwohl dies die Einsatzmeldung gar nicht vermuten ließ. Dort hieß es: „Notstromversorgung, Martin-Luther-King-Platz“. Bei der Einsatzstelle handelte es sich um das Zoologische Institut in Hamburg. Dort war, nachdem die HEW die Stromzufuhr wegen Wartungsarbeiten abgestellt hatte, auch die eigene Notstromversorgung ausgefallen. Nach Auskunft eines Professors waren seltene Fischarten in den Aquarien bedroht. Viele Arten würden nicht mehr in „Freier Wildbahn“ vorkommen und 20 Jahre Forschung wären bei Verlust der Tiere umsonst gewesen. Von den Kameraden wurde kurzerhand eine Direkteinspeisung von unserem 48 KvA-Generator zu den Kompressor-Anlagen des Instituts vorgenommen. Damit konnte die Versorgung der Aquarien mit Sauerstoff gesichert werden.
Im Oktober 1988 rückte Siegfried Stadie zum Bereichsführer Vierlande auf. Den Posten des Wehrführers übernahm der bisherige Schirrmeister und Gerätewart Wolfgang Bierkarre.
Am 23. Januar 1989 wurde die FF Warwisch nach einem 2ten Alarm zum Kibitzdeich gerufen. Es brannte der Gasthof „Achterdiek“. Wir unterstützten dort die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Bereich Vierlanden durch die Ausleuchtung der Einsatzstelle.
Am 01. März kam es im Scharpenbargsweg in Harburg zu einer schweren Gasexplosion in einem Zweifamilienhaus, bei der das Gebäude völlig zerstört wurde. Die FF Warwisch wurde hier im Rahmen der Technischen Hilfeleistung eingesetzt. Die Schadenstelle musste ausgeleuchtet werden und in Zusammenarbeit mit der Rettungshundestaffel vom DRK wurde der Trümmerschutt geräumt, sowie behinderndes Dachgebälk mittels Motorsäge entfernt.
Am 20. Mai 1989 wurden wir in das Industriegebiet Billbrook gerufen. Benötigt wurde unser Kleinboot zum Auslegen von Ölsperren in einem Kanal an der Werner-Siemens-Straße. Hier brannte ein Gummilager.
Nach zwei weiteren Einsätzen im Juni und August 1989, bei denen die FF Warwisch jeweils zur Beleuchtung der Einsatzstelle alarmiert wurde, rückten die Kameraden zum Jahreswechsel aus, um die eingesetzten Kräfte bei dem Großfeuer an den Alsterarkarden zu unterstützen. An der Einsatzstelle wurden drei Trupps mit Atemschutzgeräten auf Drehleitern zu Löscharbeiten eingesetzt. Zwei weitere Trupps unterstützten die Brandbekämpfung auf der Straße. Außerdem wurden die Einsatzstelle und ein Treppenhaus beleuchtet. Mittels Wacker-Hammer wurde ein Mauerdurchbruch vorgenommen.
Am 26. Februar 1990 fegte ein Orkan über Norddeutschland hinweg. Durch die starken Windböen entstanden große Schäden an vielen Gebäuden. Um die akute Gefahr für die Bewohner der beschädigten Gebäude zu mindern bzw. zu beseitigen, wurde die FF Warwisch um 14.45 Uhr gleich zu drei Einsatzstellen geschickt. Dort wurden u. a. lose Blech- und Mauerteile abgetragen, ein großer Ast, der verkehrsbehindernd auf der Straße lag, zersägt und eine zwanzig Meter hohe Tanne abgetragen. Ein Fahrzeug wurde zum Watzenweg gerufen, wo ebenfalls ein Baum auf der Straße lag. Bei Überprüfen der Einsatzstelle am Ebner-Eschenbachweg wurden die Kameraden durch Anwohner auf weitere Gefahrenstellen auf der Straße hingewiesen, die mit Flatterband abgesichert wurden. Am Papyrusweg wurde ein Baum mit Hilfe der Drehleiter aus Billstedt abgetragen. Bis 20.30 Uhr wurde noch eine Einsatzstelle überprüft, eine Schadenstelle abgesperrt und ein Baum gesichert.
Am 18. Juni 1992 rückte die FF Warwisch zur Hammerbrookstraße aus. Hier brannte die Firma Matthies in ganzer Ausdehnung. Die Einsatzstelle wurde umfassend von außen ausgeleuchtet und für die Löschkräfte ein Rolltor mit Eisengittersicherung entfernt. Einige Kameraden besetzten einen Wasserwerfer. Am nächsten Tag wurde auch im Inneren des Gebäudes Beleuchtung aufgebaut und die zur Brandwache eingesetzten Feuerwehrkräfte unterstützt.
Am Abend des 05. Januar 1993 kam es durch einen plötzlichen Wetterumschwung zu gefrierendem Regen. Die Straßen waren so glatt, dass es in Hamburg zu zahlreichen Unfällen kam. Die FF Warwisch wurde zu einem Unfall auf dem Neuengammer Hausdeich 197 gerufen. Dort war ein LKW von der Straße abgekommen, die Deichböschung hinabgerutscht und im Eis der Doven Elbe stecken geblieben. Schon die Anfahrt zur Einsatzstelle gestaltete sich auf Grund der Wetterlage schwierig. Die Straßen waren spiegelglatt. So konnte die Einsatzstelle in langsamer Fahrt erst nach ca. 35 Minuten erreicht werden. Auch an der Einsatzstelle hatten wir und die Kollegen der Kranbesetzung noch mit der Straßenglätte zu kämpfen. Nach einigen Anstrengungen wurde der LKW mit Hilfe des Feuerwehrkranes geborgen. Gesichert wurde der LKW mit der Seilwinde unseres GKW. Der Kran musste auf Grund der extremen Glätte mittels des LF gehalten werden.
In der Nacht vom 02. August 1994 wurden die Kameraden der FF Warwisch zu einer Gasexplosion an den Billhorner Röhrendamm gerufen. Durch die Wucht der Explosion im Keller, deren Ursache nie geklärt werden konnte, wurde der untere Teil einer Hausdecke aus dem 10geschossigen Gebäude abgesprengt. Die Kameraden stützten soweit möglich das Gebäude an der Schadenseite ab, um die Rettungsarbeiten zu sichern. Nach diesen Sicherungsarbeiten begann man in den Trümmern mit der Suche nach vermissten Personen. Hierzu mussten die Trümmer von hand abgetragen werden. Eine Person konnte aber nur tot geborgen werden. Nachdem es keine weiteren Anzeichen für Vermisste gab, wurde am frühen Morgen die Suche eingestellt. Am nächsten Vormittag wurde die FF Warwisch erneut zur Einsatzstelle gerufen, da die Suchhunde des Roten Kreuzes wieder anschlugen. Auf Grund der hohen Einsturzgefahr und der nur sehr geringen Überlebenschancen für die Vermissten, wurden die Arbeiten am frühen Nachmittag eingestellt.
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Bilderquelle: Hamburger Morgenpost 03.-09.08.1994
Zu einem Großfeuer im Bereich Vierlande wurde die FF Warwisch am 23. August 1994 zum Neuengammer Hausdeich 177 gerufen. Dort brannte eine Scheune, in der Stroh gelagert war, in voller Ausdehnung. Die Kameraden beleuchteten die Einsatzstelle bis zum Sonnenaufgang und unterstützten die Löscharbeiten. Das Osterwochenende 1995 brachte der FF Warwisch innerhalb von 48 Stunden gleich drei Einsätze. Beim ersten Einsatz Sonnabendmorgens brannte ein reetgedecktes Haus am Curslacker Deich 154. Die FF Warwisch leuchtete die Einsatzstelle aus und unterstützte die Löscharbeiten. Fast genau 24 Stunden später wurde die FF Warwisch wieder zum Curslacker Deich gerufen. Diesmal zur Hausnummer 80. Auch dort brannte ein reetgedecktes Haus. Die FF Warwisch leuchtete die Einsatzstelle aus und unterstützte die Löscharbeiten. Zum dritten Einsatz an diesem Wochenende wurden die Kameraden am Sonntagnachmittag zum Fersenweg gerufen. Dort mussten sie einen PKW aus dem Graben ziehen.
Der 21. Mai 1995 wurde als teurer Einsatztag verbucht. Teuer nicht nur für die Inhaber des Feinkostladens „Michelsen“, deren Geschäftsräume in den Großen Bleichen völlig ausbrannten, sondern auch für die FF Warwisch, die sich an dieser Einsatzstelle selbst versorgen musste. Eingesetzt wurden die Kameraden zur Ausleuchtung der Keller in dem angrenzenden Gebäude, die voller Löschwasser sowie dem Heißwasser der geborstenen Fernwärmeleitung waren. Es musste unter extremen Hitzebedingungen aus dem Keller Löschwasser abgepumpt werden. Da es an der Einsatzstelle keine Versorgung gab, besorgte ein Kamerad im Streit´s Kino die teuerste Kiste Selter in der Geschichte der FF Warwisch.
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Bilderquelle: Hamburger Abendblatt & Bergedorfer Zeitung (21./22.05.1995)
Am Abend des 25. Oktobers 1995 rammte ein Motorschiff auf der Elbe in Höhe Altengamme ein Tankschiff. Durch die Kollision verlor das Tankschiff große Mengen seiner Ladung (Dieselkraftstoff). Um dem mit ablaufendem Wasser in Richtung Zollenspieker treibenden Ölteppich aufzuhalten und somit die Umweltverschmutzung einzugrenzen, wurden Feuerwehrkräfte am Fähranleger Zollenspieker zusammengezogen, um eine Ölsperre über die Elbe zu legen. Hierzu wurde auch die FF Warwisch gerufen, um die Einsatzstelle auszuleuchten.
Anfang des Jahres 1996 wurde die FF Warwisch im Rahmen des Alster-Eis-Vergnügens zur Stromversorgung der Befehlscontainer und zur Sicherstellung der Erstversorgung auf dem Eis eingesetzt. Bei der Bereichsübung am 21. Februar 1996 wurde die FF Warwisch u. a. zum Abstützen eines einsturzgefährdeten Tores eingesetzt. Hierzu bauten die Kameraden unter Atemschutz einen Stützbock auf.
Beim Brand des Legiencenters in Billstedt am 3. April 1996 wurden die Kameraden der FF Warwisch zum Abpumpen des Löschwassers und zum Belüften der betroffenen Gebäudeteile angefordert. Nach einem schweren Gewitterregen am 6. Juni 1996 pumpte die FF Warwisch in Zusammenarbeit mit der FF Nettelnburg ein Grundstück am Haidhorst leer.
Das Jahr 1997 begann für die FF Warwisch am 6. Januar. Die Kameraden wurden zu einer Spedition in Bergedorf gerufen. Dort war durch einen Rohrbruch der gesamte Kellerbereich übers Wochenende mit Wasser vollgelaufen. Die Kameraden pumpten das Wasser ab.
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Auch 1997 wurde die FF Warwisch im Rahmen des Alster-Eis-Vergnügens zur Stromversorgung der Befehlscontainer eingesetzt.
Am 07. März fand die Bereichsübung ´97 zusammen mit der FF Kirchwerder-Süd und dem Zug 26 aus Bergedorf statt. Die FF Warwisch übte die Befreiung einer unter einer Stahlplatte liegenden bewusstlosen Person mit Hilfe von Hebekissen. Zudem wurde der Aufbau einer Wasserversorgung geübt.
Der 19. Mai, der 27. Juni und der 4. Juli waren durch mehrere Wassereinsätze geprägt. Allein 12 x lautete die Einsatzmeldung: „Wasser im Keller“. 5 x wurde die Warwischer Wehr zu einem/r „Grundstück/Wohnung unter Wasser“ gerufen.
Am Donnerstag, den 28. Mai hieß die Einsatzmeldung: AUSLK; 7,5t LKW am Curslacker Deich, Höhe Hausnummer 218 umgestürzt. Der umgestürzte LKW musste mit Greifzügen gesichert, entladen und der auslaufende Diesel-Kraftstoff abgepumpt werden, bevor der LKW durch den hinzu gerufenen Feuerwehrkran der Berufsfeuerwehr wieder aufgerichtet werden konnte.
Der 28. Mai 1997 war noch in einem weiteren Punkt ein besonderer Tag: Es war der Auftakt des Jubiläums: „25 Jahre FF Warwisch“.
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Hierzu wurde auf dem Feuerwehrhof am Durchdeich 62 zunächst ein Kommersabend abgehalten. Musikalisch begleitet wurde der Abend, an dem viele Abordnungen befreundeter Feuerwehren, Vereine und Organisationen teilnahmen, von dem Musikzug der FF Neuengamme. Am Freitag startete dann die große Zeltdisco mit „Mr. Happy“ Moris Teschke von Radio Hamburg. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert. Am darauf folgenden Samstagnachmittag folgte ein „Bunter Nachmittag“ mit vielen Vorführungen, einem Kindervergnügen und Hubschrauberrundflügen über die Vier- und Marschlanden für die Erwachsenen. Am Abend spielte die Band „Schlagersahne“ zum Tanz beim großen Jubiläumsfestball. Der Höhepunkt folgte dann am Sonntag, dem 01. Juni: Nach einem großen Sternmarsch zum Festplatz und einem bunten Programm im Festzelt stand die Weihe unseres neuen Banners durch unseren Pastor Gottfried Lungfiel an. Damit erhielt auch die FF Warwisch als letzte Vierländer Wehr ein eigenes Banner. Das 1,50m x 70 cm edle Tuch, das die FF Warwisch künftig bei Umzügen und Festen repräsentieren soll, zeigt auf der Vorderseite die St. Severini Kirche zur Kirchwerder zusammen mit einem alten Einsatzfahrzeug der FF Warwisch. Die Rückseite ziert das Rieckhaus noch mit dem alten Elbewer und den vier eingestickten Wappen der Vierlande.
Nach der feierlichen Segnung spielte der TV Warwisch abschließend zum großen Zapfenstreich, bevor als krönender Abschluss das Jubiläumsfeuerwerk die fröhlichen Festtage ausklingen ließ.
Am 7. Dezember wurde die FF Warwisch zusammen mit weiteren Wehren aus dem Landgebiet und der Berufsfeuerwehr zu einem Feuer im Billwerder Billdeich gerufen. Das 278 Jahre alte, reetgedeckte Hufnerhaus brannte jedoch trotz Einsatz von 2 Wasserwerfern, zehn C-Rohren, vier B-Rohren und drei Drehleitern bis auf die Grundmauern nieder.
Im Jahr 1998 wurde die Freiwillige Feuerwehr Warwisch am 6. April nach Hamburg-Niendorf gerufen. Dort war nach dem Start eine Cessna 421 (Kleinflugzeug) in ein Einfamilienhaus südlich des Flughafens Hamburg gestürzt. Der Pilot verbrannte im Wrack seiner Maschine. Die Aufgabe der FF Warwisch bestand darin, das Einfamilienhaus abzustützen und auszusteifen.
Im Juli 1998 bekam die FF Warwisch ein neues Löschfahrzeug. Das in der Ausgabe der Bergedorfer Zeitung vom 04./05. Juli 1998 als „Löschfahrzeug der Superlative“ angekündigte Fahrzeug ergänzt fortan die Aufgaben der Warwischer Wehr im Rahmen der Technischen Hilfeleistung in Punkto Bahnunfälle. Das Fahrzeug wurde von der Deutschen Bahn im Zuge des ICE-Zugunglücks in Eschede übernommen.
Die diesjährige Bereichsübung fand zusammen mit den Kameraden der FF Kraul im August 1998 bei den Ausrichtern der FF Altengamme statt. Neben dem Löschen eines Feuers und Binden von Flüssigkeiten mussten mehrere Verletzte auf Grund von Schock, Vergiftungen sowie Schlag- und Stichverletzungen versorgt werden.
Im September 1998 trat unser ehemaliger Wehr- (1972-1988) und Bereichsführer (1988-1990) Siegfried Stadie vom Posten des Direktionsbereichsführers Süd-Ost nach achtjähriger Tätigkeit aus beruflichen Gründen zurück.
Das Jahr 1999 begann stürmisch. Anfang Februar wurde die FF Warwisch in den Bereitstellungsraum der Zentralschule Kirchwerder zur Bereitstellung für die Deichverteidigung gerufen, da die Wasserstandstufe 3 erreicht wurde und eine Sturmflutgefahr bestand. Die Katastrophe blieb jedoch aus.
Am 23. Mai 1999 wurde die Warwischer Wehr 2 x zur Oberelbe zwischen Krauel und Zollenspieker gerufen. Dort war ein Motorboot auf einen Stack gelaufen und steckte nun auf Grund ablaufenden Wassers fest. Die Feuerwehren Kraul und Warwisch sicherten das Boot. Nach einer Unterbrechung wurde die FF Warwisch in einem zweiten Einsatz zur Ausleuchtung angefordert. Erst gegen 0.30 Uhr konnte ein Schlepper bei einsetzender Flut die Motor-Yacht befreien.
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Am 26.07. übernahm die FF Warwisch die Stromversorgung an der Einsatzstelle „Estesperrwerk“. Dort war ein Saugbagger im Estesperrwerk nach Leck im Maschinenraum gesunken.
Am 27. August wurden wir zu einem Großfeuer am Horster Damm 350 gerufen. Es brannte ein altes Bauernhaus, welches durch das Feuer fast vollständig zerstört wurde. Die Bewohner konnten erst in letzter Minute gerettet werden. Sie wurden mit Verbrennungen und Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht. Mehr als 4 Stunden waren die Einsatzkräfte eingebunden.
So stürmisch, wie das Jahr 1999 begann, so endete es auch: Am 3. Dezember musste die Freiwillige Feuerwehr Warwisch auf Grund des Orkans „Anatol“ gleich mehrere Einsatzstellen abdecken. 2 x lautete die Einsatzmeldung: „Baum auf Straße“. Zudem wurde die FF Warwisch in den Bereitstellungsraum der Zentralschule Kirchwerder zur Bereitstellung für die Deichverteidigung gerufen, da die Wasserstandstufe 4 gemeldet war. An der Zollenspieker Fähre musste das Sperrschott am Zollenspieker Hauptdeich durch die Kameraden aus Warwisch abgedichtet werden.
Im Jahr 2000 wurde die Warwischer Wehr insgesamt 12 x alarmiert. Spektakulär war der Einsatz am 10. August am Fähranleger Zollenspieker. Dort saß die „Spieker Möwe“ vom Fährmann Karl-Heinz Büchel (Käpt´n Kuddel) „auf dem Trockenen“. Ablaufendes Wasser und eine länger dauernde Busabladung führten dazu, dass die „Möwe“ auf dem Anleger aufsetzte. Die FF Warwisch sicherte die Fähre mit Stahlseilen und Hölzern, um ein Kippen der Fähre zu verhindern.
Der Jahrgang 2001 war, gemessen an den Einsatzzahlen, bis dato das arbeitsintensivste Jahr für die Freiwillige Feuerwehr Warwisch. 45. mal musste sie ausrücken, darunter viele „Ausnahmeeinsätze“ wegen Unwettern.
Zunächst zu erwähnen ist jedoch der Kühlhausbrand in Hammerbrook, bei dem bei Abrissarbeiten Gasflaschen explodierten. Hier wurde die Wehr am 19.03. und 20.03. zweimal eingesetzt. Die Hauptaufgabe lag in der Beleuchtung der Einsatzstelle.
Einen weiteren Einsatz bescherte am 22.05. die Gasexplosion in Harburg am Reeseberg 9. Die Wehr wurde zur Suche von vermissten Personen eingesetzt, ebenso wie zum Abstützen und Aussteifen einer Hauswand.
Am 30.06. folgten insgesamt 5 Einsätze des Status „Ausnahmeeinsatz“ auf Grund eines Unwetters im Stadtgebiet Hamburgs. Ein Wasserrohrbruch führte in den Sommerferien dazu, dass am 28.07. der Keller des Neubaus des Luisen-Gymnasiums am Reinbeker Weg 76 in Bergedorf vollief. Zum Lenzeinsatz kamen 4 Elektro-Tauchpumpen sowie die Heckpumpe des Löschfahrzeugs. Ca. 600 cm3 hatten den Keller geflutet und mussten durch die Wehr abgepumpt werden.
Am 27.08. kam es durch den damaligen Umweltsenator Alexander Porschke und seinem Amtskollegen Klaus Müller (Schleswig-Holstein) zur offiziellen Übergabe der Sepcon-Anlage an die Feuerwehr Hamburg und damit auch an die Wehren Fünfhausen und Warwisch, die die Anlage im Einsatzfall betreiben. Es handelt sich um eine Ölseparationsanlage zur Bekämpfung von Ölunfällen die in der Lage ist große Mengen Öl-Wassergemisch zu separieren.
Am 05.09. wurde die Wehr in die Colonnaden (Büschstraße) gerufen. Dort lösten sich bei Abbrucharbeiten hinter der Staatsoper Stahlträger die die Fassade teilweise zum einstürzen brachten. Durch die Feuerwehr wurden die Stahlträger nach innen gezogen, so dass der Druck auf die Fassade genommen werden konnte.
Am 26.09. folgten weitere Unwettereinsätze im Ausnahmezustand: Ganze 16-mal musste die FF Warwisch ausrücken. Tiefgaragen, Fußgängertunnel und Straßen standen unter Wasser.
Das Jahr 2002 steigerte die Einsatzzahlen an Alarmierungen auf insgesamt 49 Stück. Auch in diesem Jahr waren wieder sehr viele Unwettereinsätze dabei.
Zunächst ist jedoch der Einsatz am Reitbrooker Westerdeich 10 vom 17.03. zu erwähnen. Bei der Auffahrt auf seinen Acker kippte der Gülleanhänger um. Die Auffahrt war zu schmal. Zusammen mit der FF Reitbrook wurde der Anhänger zunächst gesichert und anschließend wieder auf die Räder gestellt.
Am 28.03. rückte die Freiwillige Feuerwehr Warwisch zum Feuer im Ortsamt Billstedt aus. Dort entzündete sich bei Dachdeckerarbeiten die Holzunterkonstruktion. Die Wehr wurde zum Lenzen des Löschwassers und zum Ausleuchten der Einsatzstelle benötigt.
Am 06.04. rückte die Wehr zum Hafen Oortkaten aus. Es wurde eine Person vermisst, die zuvor ins Wasser gefallen war. Die groß angelegte Suchaktion von Polizei und Feuerwehr unter Einsatz von Tauchern blieb jedoch erfolglos. Von der Warwischer Wehr wurde das Boot eingesetzt sowie mit Wathosen bekleidet das Elbufer abgesucht.
Im Juli erhielt die Freiwillige Feuerwehr einen neuen Gerätewagen auf Iveco-Basis. Staatsrat Walter Wellinghausen informierte sich am Stützpunkt über die Aufgaben der Technischen Hilfekomponente der Freiwilligen Feuerwehr. Als Gastgeschenk gab es einen GKW I. Das neue Fahrzeug ersetzte den Unimog RW 1, der zukünftig an der Feuer- und Rettungswache Billstedt (F 25) zum Einsatz kommen soll.
Am 18.07. (8), am 01.08./02.08. (5) sowie am 11.08. (8) ereigneten sich wieder mehrere Unwettereinsätze. Insgesamt 21-mal musste man Ausrücken. Hauptaufgabe war das Lenzen von Kellern, zersägen von Bäumen, die auf der Straße lagen, sowie der Transport und die Verlegung von Sandsäcken.
Vom 14.08. bis zum 24.08. beteiligte sich die Wehr am Elb-Hochwassereinsatz in Dresden, Hamburgs Partnerstadt. In der ersten Phase nahmen von Warwisch 4 Kameraden und der GKW teil. Später wurden diese von 2 weiteren Warwischer Kameraden abgelöst. Noch heute ist dieser Einsatz unvergessen. Innerhalb dieser Zeit mussten unter hohem körperlichem Einsatz mehrere Einsatzstellen rund um die Uhr abgearbeitet werden. Geschlafen wurde, trotz Unterbringung in der Dresdner Offiziersschule der Bundeswehr, kaum. Das Essen gab es im Stehen. Diese Einsatzbereitschaft wurde an der Einsatzstelle beim Schloss Pillnitz nicht von Erfolg gekrönt. Die Wassermassen waren einfach zu schnell und zu gewaltig. Hier gewann die Elbe den Kampf um das historische Schloss. Die Sandsackdämme brachen, bzw. wurden überspült. An einer anderen Einsatzstelle hingegen, in Dresden-Pieschen, wurde eine Bahnunterführung mit Sandsäcken und Folie ausgelegt und somit ein gesamter Stadtteil vor dem aufkommenden Wasser gesichert.
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Bilderquelle: Hamburger Abendblatt 17./18.08.2002
Auch in Hamburg wurde die FF Warwisch im Rahmen des Elbhochwassers 2002 eingesetzt. Hier wurde am 17.08. die Sandsackreserve gefüllt und am 20.08. der Tandemachs-Anhänger der Sepcon-Anlage als Transportanhänger für Sandsäcke benutzt.
Am 23.08. wurde die FF Warwisch beim Feuer am Gauerter Hauptdeich 35 zur Beleuchtung und zur Ablösung der Einsatzkräfte eingesetzt. Es brannte ein vom Blitz getroffenes Reetdachhaus. Die Bewohner blieben unverletzt.
Am 20. bis 22.09. war die FF Warwisch zusammen mit der FF Fünfhausen und anderen Vier- und Marschländer Wehren im Rahmen der Katastrophenschutzübung „Starke Hanseaten“ in Bremen eingeladen. In diesem Rahmen wurde eine Übung mit der neuen Sepcon-Anlage durchgeführt.
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Bilderquelle: Marco Siemers (FF Fünfhausen)
Auf Grund der Ölkatastrophe des Tankers „Prestige“ in Galicien, La Coruña, (Spanien) stellte die Feuerwehr Hamburg zusammen mit dem Technischen Hilfswerk (THW) eine Abordnung zur Untersuchung der Einsatzmöglichkeiten der Sepcon-Anlage. Zudem sollten Erfahrungen im Zusammenhang mit Öleinsätzen gesammelt werden. Vom 24.11. bis 05.12. war das Vorauskommando in Spanien im Einsatz. Seitens der FF Warwisch nahm der Wehrführer Wolfgang Bierkarre teil.
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Bilderquelle: Jonas Reinhardt (FF Warwisch)
Im Gegensatz zum vorangegangen Jahr wurde man in Jahr 2003 6-mal alarmiert.
Sehen Sie sich unsere alten Feuerwehrfahrzeuge in unserer Bildergallerie an.





































































